Mauke beim Pferd

Als Mauke bezeichnet man eine Entzündung der Haut in der Fesselbeuge des Pferdes. Verschiedene Ursachen können die Widerstandsfähigkeit der Haut beeinträchtigen und das Bakteriengleichgewicht stören. Die Haut wird dünn und rissig. Krank machende (pathogene) Keime gelangen hinein und rufen Hautirritationen hervor.

Krusten am Fesselkopf. Als Mauke werden entzündliche Hautprobleme in der Fesselbeuge bezeichnet. “Wandert” die Entzündung weiter nach oben bzw. breitet sich in Richtung Karpal- oder Sprunggelenk aus, spricht man von Raspe.

Erste-Hilfe-Tipps

  • in leichten Fällen Fesselbeuge mit einem sauberen Handtuch kräftig abreiben und anschließend Wundschutzsalbe auftragen (z.B. Bepanthen, EmuPlus/PlantaVet, Zinksalbe)
  • offene, verschmutzte Stellen säubern und desinfizieren (z.B. Jodsalbe)
  • bei schlecht heilender Mauke mit starker Krustenbildung können spezielle Wickelgamaschen mit eingearbeiteten Silberfäden (Hydroaktiv Gamaschen/MuliMann) verwendet werden. Die Innengamasche dieses feuchten Umschlags wird in Wasser getränkt und ans Pferdebein angelegt. Die Silberionen werden herausgelöst und können ihre keimwidrige Wirkung an den aufgeweichten Krusten entfalten. Der Außenwickel nimmt die Feuchtigkeit auf und leitet sie nach außen zur Verdunstung ab (wie eine Abschwitzdecke). Anschließend kann eine spezielle Wollwalkgamasche mit Baumwoll-Leinen-Innentextil (PferdMauke-Gamasche/MuliMann) die betroffenen Hautstellen vor Verletzungen und erneutem Maukebefall schützen. Auch hier sind Silberfäden eingearbeitet, die durch Wundsekret, Haut- und Luftfeuchtigkeit herausgelöst werden und bei der Wundheilung helfen. Die Fesselbeuge ist geschützt, bleibt trocken und die Haut kann dennoch atmen. Die PferdMauke-Gamasche kann auch bei empfindlichen Pferden präventiv angelegt werden.
  • Verbände oder Wickel täglich überprüfen und wechseln, die Haut „lüften“ lassen
  • weitere Reizung vermeiden (z.B. auf reibende Gamaschen/Bandagen oder Sand, der darin hängen bleibt, beim Reiten verzichten)
  • nicht zu häufig waschen
  • ggf. Behang kürzen, sodass die Wunden gezielt behandelt werden können
  • Fütterung optimieren und Nährstoffversorgung überprüfen
  • qualitativ hochwertiges Heu füttern (vom Schnittzeitpunkt älteres Heu vorziehen)
  • Auf Silage und Heulage verzichten. Silage ist häufig keimbelastet und kann zu Darmdysbiosen führen. Zudem sind nicht selten belastende Gehalte an biogenen Aminen (z.B. Histamin) enthalten.
  • Kraftfutter der Arbeitsintensität anpassen
  • keine zusätzliche Gabe von (zuckerhaltigen) Futtermitteln (z.B. Leckerlis, Brot, Äpfel, Möhren usw.)
  • bei stark ausgeprägter und/oder wiederkehrender Mauke empfiehlt sich eine Zinkkur mit einem hochdosierten Monopräparat in organischer Bindungsform (z.B. Orthosal Zink Horse /Navalis, Agrobs Zink pur)
Das Außentextil der PferdMauke-Gamasche besteht aus reiner atmungsaktiver Wolle. Das doppellagige Innentextil besteht aus einem atmungsaktiven Baumwoll-Leinen Mischgewebe mit 6% Silberanteil in Form von eingewebten reinen Silberfäden.
Wundsekret, Haut- und Luftfeuchtigkeit lösen Silberkolloide aus dem Textil, die dann an der betroffenen Stelle ganze Arbeit leisten.

Aufgrund ihrer speziellen Form beliebig weit unten angesetzt werden. Sie bedecken die Fesselbeuge dann vollständig und rutschen nicht.

Symptome

  • schuppige, krustige Haut in der Fesselbeuge, teilweise mit Eiter
  • Haut entzündet und gerötet (teilweise warm)
  • Haarverlust an den betroffenen Stellen
  • nässender, schmieriger Belag
  • bei stark verbreiteten Hautentzündungen Lahmheit möglich

Krankheitsverlauf
Meistens beginnt die Mauke mit leicht geröteten Stellen, die man unter dem Fell je nach Fellfarbe besser oder schlechter erkennen kann. Dann geht das Fell aus und es bilden sich schorfige Krusten, die im ersten Moment auch gern einmal wie Dreck aussehen. Man popelt die Kruste alias Dreck weg und entdeckt darunter eine Wunde. Unbemerkt und unbehandelt kann die Mauke für das Pferd sehr schmerzhaft werden – Schwellungen und Lahmheiten nicht ausgeschlossen.

Ursachen und Auslöser für Mauke
Die Haut umschließt den Pferdekörper wie einen Schutzmantel. Sie ist das „Eintrittspforte“ für Bakterien, Viren oder andere Schädlinge. Ist das Immunsystem im Keller, lässt auch die Elastizität der Haut nach und Bakterien und andere Keime können in kleine Risse eindringen. Jetzt ist die Haut vorgeschädigt und der Weg für Milben oder Pilze geebnet.

Mauke tritt überwiegend im Fellwechsel zum Herbst hin auf und zwar dann, wenn das Wetter von Sonnenschein zu Matsch und Feuchtigkeit wechselt. Das Statement „Mauke bekommen Pferde, die auf unhygienischer Einstreu oder gar auf Matschkoppeln stehen“ hält sich beharrlich. ABER: Warum erkranken auch Pferde, die in fein säuberlichen Boxen stehen und warum kann der Matsch zahlreichen anderen Pferden so gar nichts anhaben? Im Fellwechsel läuft der Stoffwechsel auf Hochtouren. Die Leber als Stoffwechselzentrale des Körpers ist nun vermehrter Belastung ausgesetzt. Die veränderte Stoffwechsellage bringt auch einen erhöhten Nährstoffbedarf mit sich. Zahlreiche Spurenelemente fungieren als Cofaktoren einzelner Stoffwechselvorgänge. Kein Wunder also, dass ein Mehrbedarf an diesen so wichtigen Mikronährstoffen entsteht. Das Spurenelement Zink spielt eine Schlüsselrolle im Haut- und Haarstoffwechsel. Im herbstlichen Fellwechsel bereitet sich der Pferdekörper auf die kalte Jahreszeit vor und bildet ein dichtes Fellkleid aus. Der Nährstoffbedarf steigt an. Pferde mit niedrigem Energiebedarf (z.B. Spezialrassen) sind häufig von Nährstoffmängeln betroffen, da sie meist sehr restriktiv gefüttert werden und oftmals auch die Nährstoffversorgung nicht gesichert ist.

Die Individualität der Fütterung wird deutlich, wenn man beachtet, dass junge, sich im Wachstum befindliche Pferde, ebenso wie trächtige oder laktierende Stute und Deckhengste einen erhöhten Nährstoffbedarf haben. Ähnliches gilt für alte Pferde. Jetzt dominieren abbauende Prozesse, die Leber hat alle Hände voll zu tun. Die sinkende Energiezufuhr tut ihr übriges, der Zinkbedarf ist erhöht. Häufig haben ältere Pferde ein stumpfes Fell, einen verzögerten Fellwechsel, nehmen deutlich an Gewicht ab usw.

  • nicht bedarfsgerechte Fütterung (z.B. zu eiweiß- oder zuckerreich) mit Nährstoffmängeln (v.a. Zink)
  • Entgiftungsfähigkeit des Körpers eingeschränkt
  • Immunschwäche
  • Dauerstress
  • mangelnde und gleichermaßen übertriebene Fellpflege
  • Hygienemängel im Stall und auf der Weide
  • mechanische Reizung der Haut (z.B. durch Sand). Bakterien dingen in kleine Verletzungen in der Fesselbeuge ein und führen zu Entzündungen.
  • anhaltende Feuchtigkeit
  • Allergieneigung
  • Stoffwechselprobleme
  • Milben
  • Pilzinfektionen

Diagnose
Ein Blutbild kann Hinweise auf Versorgungslücken (z.B. Nährstoffdefizite) und Beeinträchtigungen des Stoffwechsels (z.B. Überlastung der Entgiftungsorgane Leber und Niere) liefern. Die Fütterung des Vortages kann das Blutbild erheblich beeinflussen. Nur mit dem drei bis fünftägigen Pausieren der Nährstoffgabe kann sich die sogenannte Homöostase im Blut wieder einpendeln. Aus diesem Grunde sollte zur korrekten Erhebung und Interpretation von Mineralstoff-, Spurelenelement- oder Vitaminwerten im Blut die Blutabnahme “mineraliennüchtern” erfolgen. Dies bedeutet, dass vor der Entnahme des Blutes eine fünftägige Pause mit mineralisiertem Futter bzw. Mineralien eingehalten worden ist, um wirklich verwertbare Aussagen treffen zu können. Der Zeitpunkt der Blutentnahme sowie die Probenhandhabung nehmen weiterhin Einfluss auf die Laborergebnisse. Idealerweise erfolgt die Blutabnahme morgens vor der Fütterung von Kraft-/Mineralfutter.

Erkrankungen der Entgiftungsorgane Leber und Nieren bleiben häufig lange Zeit unerkannt. Eine Beeinträchtigung der Leber verursacht keine Schmerzen und die Symptomatik ist nicht eindeutig. Die entsprechenden Blutparameter steigen meist erst mit fortschreitender Erkrankung an. Blutanalysen sind Momentaufnahmen. Werte sollten nicht absolut betrachtet werden, sondern in den Gesamtzusammenhang eingeordnet und unter Berücksichtigung von Gesundheitszustand und Symptomatik gedeutet werden.

Mittels Haarproben oder Hautgeschabsel können Pilzinfektionen oder Milben tierärztlich nachgewiesen werden.

Präventive Maßnahmen
Das Pferd zieht den Hauptanteil seiner Energie aus Rauhfutter. In erster Linie sollte der Energiebedarf über Heu, Gras und Stroh sichergestellt werden. Es werden 1,5 -2 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht empfohlen. Entsteht eine Versorgungslücke, sollte diese mit einer zusätzlichen Energiequelle geschlossen werden. Um ein genaues Körpergewicht zu gewährleisten, empfiehlt sich, das Pferd 1x jährlich wiegen zu lassen.

Bei erhöhter Proteinzufuhr wird Eiweiß als Energiequelle genutzt. Der Pferdekörper wird durch die Entgiftung und Ausscheidung der Eiweißabbauprodukte unnötig belastet. Dies kann zu Störungen im Wasser- und Mineralhaushalt sowie zu Darmdysbiosen führen. Das Leistungsvermögen des Pferdes wird eher geschwächt. Die Kraftfuttergabe sollte dem tatsächlichen Leistungsbedarf angepasst werden. Um dauerhafte Nährstoffüberdosierungen zu vermeiden, empfiehlt sich die Gabe von Einzelfuttermitteln (z.B. Hafer) als Kraftfutter (anstelle mineralisierter und häufig aromatisierter, konservierungs- und süßstoffhaltiger Mischfuttermittel wie Müsli) plus ein Mineralfutter.

Wiederkehrende Haut-/Fellprobleme wie Mauke deuten auf eine Immunschwäche hin. Auf eine ausreichende Grundversorgung mit Nährstoffen (Mineralfutter) ist zu achten. Ein Blutbild kann Hinweise auf Versorgungslücken und Beeinträchtigungen des Stoffwechsels (z.B. Überlastung der Entgiftungsorgane Leber und Niere) liefern, korreliert aber nicht immer mit der Symptomatik.

Auf ein gutes Mineralfutter mit organisch gebundenen Spurenelementen zur Basisversorgung achten. Organisch gebundene Mineralien und Spurenelemente sind gegenüber anorganischen Verbindungen im Ergänzungsfutter – auch im Punkte der Wechselwirkung – deutlich im Vorteil. Es gibt ausreichende Studien die bestätigen, dass anorganische Komplexverbindungen eine schlechtere Bioverfügbarkeit aufweisen und häufiger unerwünschte Wechselwirkungen entstehen. Eine passende Nährstoffversorgung ist Voraussetzung für die optimale Funktion von Stoffwechselvorgängen. Ein hochwertiges Mineralfutter enthält zudem noch wichtige essentielle Aminosäuren (Proteinbausteine), welche u.a. für den Muskelaufbau und -erhalt von Bedeutung sind.

Die Leber ist die Stoffwechselzentrale des Organismus. Stoffwechselerkrankungen, wechselnde Lebensbedingungen (z.B. Stallwechsel, Transport, Änderungen der Herdenzusammensetzung/Boxennachbar), Nährstoffdefizite und Klimaumschwünge (z.B. Fellwechsel) lassen die Leber auf Hochtouren arbeiten. Um sie vor „Überforderung“ zu schützen empfiehlt sich eine kurweise Unterstützung der Leberfunktion. Der Therapieerfolg bei Erkrankungen wie Mauke, Ekzem, Infektanfälligkeit oder Stoffwechselentgleisungen ist eng mit einem funktionierenden Entgiftungsstoffwechsel verbunden. Daher ist der Therapierfolg nur dann nachhaltig:

– wenn die Ursache des Problems abgestellt wird.
– Verdauungstrakt, Leber und Nieren unterstützt werden.

Bei wiederkehrenden Fell-, Horn- und Hautproblemen empfiehlt sich eine kurweise Unterstützung der Leber (s.o.) in Verbindung mit einem hochwertigen Zink-Monopräparat in organischer Bindungsform (i.d.R. erkennbar an der Wortendung „-chelat“).

Nährstoffwerte sollten nicht absolut betrachtet werden. Das heißt, die Angaben auf dem Herstelleretikett dürfen nicht 1:1 mit den Bedarfswerten verglichen werden. Hier spielt insbesondere die Nährstoffverfügbarkeit und Aufnahmefähigkeit des Pferdekörpers eine Rolle.

Wie für uns Menschen gilt auch für alle Pferde und insbesondere für solche mit Stoffwechselproblemen: Zucker in Maßen und unnötige Kalorien vermeiden! Je nach Trainingszustand und individuellem Pferd kann das bspw. bedeuten:

  • kein Getreide oder Kraftfutter
  • wenn Müsli gefüttert wird auf naturbelassene Inhaltsstoffe achten (z.B. keine chem. Zusätze)
  • keine Leckerlis/Brot
  • Weidezeit verkürzen oder zeitweise Fressbremse verwenden
  • auf Silage/Heulage verzichten. Gegorenes Futter kann aufgrund der Anflutung biogener Amine vorallem bei „Sensibelchen“ zu Verdauungsproblemen und eingeschränkter Immunabwehr führen.
  • Weidepflege und Nachsaat
  • einwandfreie Futterqualität

Behandlung der Mauke
Je früher die Mauke erkannt und sinnvoll behandelt wird, desto schneller der Heilungsverlauf. Vielfach reicht es nicht aus, die Auslöser der Mauke zu ermitteln und abzustellen. Für einen nachhaltigen Erfolg muss die Ursache abgestellt und die Mauke „von innen“ zu behandelt werden. Um die äußeren Umstände besser abfangen zu können, benötigt das Immunsystem dringend einen Push!

Zur Unterstützung der Leberfunktion sollte die Ration des Pferdes überprüft und angepasst werden. Eine veränderte Stoffwechselaktivität wie z.B. im Fellwechsel erfordert eine Modifizierung der Nährstoffversorgung. Leberzellschützende und antioxidative Vitalstoffe aus Mariendistel und Artischocke können zur Unterstützung der Leberfunktion beitragen.

Bei starkem Maukebefall können hartnäckige Krusten mit der Hydroaktiv Gamasche von Mulimann aufgeweicht werden.
Durch die Feuchtigkeit werden Silberkolloide aus dem eingearbeiteten Silberfäden herausgelöst. Sie entfalten nun ihre keimwidrige Wirkung.
Innengamasche anlegen

Fertig angelegter Wickel mit Außengamasche

Weitere diätetische Substanzen können die Lebertherapie sinnvoll ergänzen. Hefezellen fördern die Darmflora und wirken ebenso wie bestimmte Zuckerverbindungen Dysbiosen, entgegen. Gewürzkräuter (z.B. Fenchel, Anis, Kümmel) und Leinsamen regen die Verdauung an. Der Pferdebesitzer kann zwischen Kombinationspräparaten mit unterstützenden Heilkräutern und Nährstoffen als auch Einzelkräutern oder Kräutermischungen wählen. Letztere sollten mit eigenständigen Mikronährstoffpräparaten ergänzt werden. Wasser soll immer zur freien Aufnahme verfügbar sein.

Der Darm ist der Sitz der Gesundheit, denn hier befinden sich 80% der Immunzellen. Eigentlich logisch, dass Verdauungsprobleme eine ganze Reihe von Stoffwechselentgleisungen und Begleitproblemen begünstigen können, oder? Probiotische Mikroorganismen (Bakterienstämme und Hefekulturen) haben gesundheitsfördernde Eigenschaften und helfen beim Wiederaufbau einer gesunden Darmflora. Bierhefe enthält abgetötete Hefezellen (Präbiotika) und darüber hinaus zahlreiche Vitamine (v.a. B-Vitamine), Mineralien, Spurenelemente und Aminosäuren. Die B-Vitamine fördern die Aktivität der Mikroorganismen im Darm und können dazu beitragen, Bakterienungleichgewichte auszugleichen und eine funktionsfähige Darmtätigkeit wieder herzustellen. Die Zugabe von Bierhefen sollte kurweise und nicht dauerhaft bzw. in großen Mengen erfolgen.

Zudem sind am Haut- und Haarstoffwechsel weitere Mikronährstoffe beteiligt (z.B. Biotin, ß-Carotin, Vitamin A, B-Vitamine, Vitamin C, Selen), die ebenso eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr spielen. Auf eine ausreichende Versorgung, insbesondere im Fellwechsel, ist zu achten.

Milben und Pilzinfektionen sollten mit einem Spezialshampoo behandelt werden. Um die weitere Verbreitung der Milben zu unterbinden, sollte alles, was mit dem Pferd in Berührung gekommen ist (z.B. Putz-, Sattelzeug) gereinigt und bei Pilzbefall zusätzlich desinfiziert werden. Pilzinfektionen werden zudem mit einer zweimaligen Impfung tierärztlich behandelt

Bei starker Mauke mit hartnäckigem Bakterienbefall kann ein Antibiogramm sinnvoll sein, sodass der Tierarzt das passende Antibiotikum verabreichen kann.

All diesen Auslösern ist gemeinsam, dass sie immer mit einer eingeschränkten Immunabwehr einhergehen. Der Fokus sollte auf dem gezielten Aufbau der Immunabwehr liegen. Gleiches gilt bei Allergieneigung (z.B. Sommerekzem). Die Auslöser für die Allergie können vielfältig sein. Hier geht man nach dem Ausschlussverfahren. Bei der Fütterung beginnend verzichtet man schrittweise auf einzelne Futterkomponenten und beobachtet was passiert. Auch Dauerstress kann als Auslöser das Immunsystem in den Keller fahren lassen. Hier müssen die genauen Hintergründe für den Stress ermittelt und abgestellt werden. Das Pferd kann zunehmend entspannen und ist weniger anfällig für z.B. Mauke.

Neben der Phytotherapie und Nährstoff-Supplementierung hat sich auch die Mykotherapie ihren Platz geschafft. Vitalpilze enthalten bioaktive bzw. stoffwechselregulierende Substanzen und sind reich an Spurenelementen und Vitaminen. Reishi wird eine entgiftende, antientzündliche und antiallergische Wirkung nachgesagt. Zudem wirkt Reishi der Zellvermehrung entgegen und wird deshalb im Kampf gegen Bakterien und Viren und gleichzeitig auch zur Immunstärkung eingesetzt. Agaricus blazei Murrill besitzt zahlreiche immunregulierende Eigenschaften und kann als regelrechter Immunbooster betrachtet werden, wovon nicht zuletzt die Haut profitiert. Auch Hericium besitzt antientzündliche, antiallergische und antibakterielle Eigenschaften und kann zur Abheilung von Hautirritationen beitragen. Bei Hautproblemen kann ebenso kann Chaga aufgrund seiner immunregulierenden und entzündungshemmenden Wirkungen eingesetzt werden.

Die Haltungsbedingungen sollten grundsätzlich pferdegerechten Anforderungen entsprechen. Das heißt u.a., dass die Pferde zumindest mal die Möglichkeit haben müssen, sich wetterfest und matschfrei unterstellen zu können. Hoch frequentierte Bereiche wie Futter- und Wasserstation sollten befestigt oder ausreichend drainiert sein. Box, Auslauf und Weide sollten abgesammelt werden. Das reduziert nicht nur den Keim- sondern auch den Parasitendruck.

Unterstützung im StoffwechselgeschehenMagnetfeldtherapie
Die gepulste Magnetfeldtherapie stärkt die Zellaktivität und sorgt so für eine bessere Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen. Werden die Zellen besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, wirkt sich das unmittelbar positiv auf den Stoffwechsel aus. Heilungsprozesse werden angeregt und beschleunigt.. Die Magnetfeldtherapie wirkt in erster Linie auf den Parasympathikus. Das ist ein Teil des vegetativen Nervensystems, der diejenigen Funktionen steuert, die für Aufbau und Regeneration des Gewebes zuständig sind. Schwellungen und Entzündungen verschwinden in der Regel schneller, weil der Regenerationsprozess der Zellen gefördert wird. Die Magnetfeldtherapie sollte wie jede andere therapeutische Behandlungsmaßnahme durch einen Therapeuten/Tierarzt begleitet werden, sodass der sinnvolle Einsatz gemeinsam erörtert werden kann.

Fazit
Mauke kann nicht einfach „weggepflegt“ werden und verschwindet dann sang- und klanglos. Der Ursache der Hautprobleme muss zwingend auf den Grund gegangen werden, damit auch nachhaltige Erfolge erzielt werden. Sind die Filter- bzw. Entgiftungssystem des Körpers – Leber, Nieren und Darm – geschwächt, dann ist auch die natürliche Immunabwehr eingeschränkt. Ein intaktes Immunsystem ist die Voraussetzung für eine gesunde, widerstandsfähige Haut, in die krank machende Keime erst gar nicht eindringen können. Ein ganzheitlicher Behandlungsansatz stärkt den Körper von innen und unterstützt die Hautregeneration von außen. Präventive Begleit- und Managementmaßnahmen sorgen dafür, dass die Mauke auch zukünftig nicht wiederkehrt.